Rehasport in Kaufering - Rehasport nach Hüft-TEP

Rehasport nach Hüft-TEP in Kaufering

Inhaltsübersicht

Rehasport nach Hüft-TEP in Kaufering: sicher wieder auf beiden Beinen

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Rehasport nach einer Hüft-TEP ist ärztlich verordnetes Gruppentraining, das nach der Anschlussheilbehandlung beginnt
  • Ziel: Hüft- und Gesäßmuskulatur kräftigen, Gangbild stabilisieren, Beweglichkeit sicher verbessern
  • Umfang: in der Regel 50 Einheiten, ein bis zwei Termine pro Woche
  • Kosten: bei genehmigter Verordnung übernimmt die Krankenkasse den Rehasport vollständig
  • Im ZenDo Kaufering ergänzen Physiotherapie und vergünstigtes Gerätetraining den Rehasport unter einem Dach

Die Operation ist geschafft, die Reha ist vorbei, und trotzdem fühlt sich das Gehen noch nicht so an, wie es sollte. Das ist völlig normal. Das neue Hüftgelenk ist nach dem Eingriff stabil verankert. Die Muskulatur drumherum ist es nicht: Jahre mit Arthroseschmerzen und Schonhaltung haben sie geschwächt. Genau diese Lücke schließt der Rehasport.

Hüft-TEP: was operiert wird und wann der Rehasport einsetzt

Bei einer Hüft-Totalendoprothese ersetzt der Operateur sowohl den Hüftkopf als auch die Gelenkpfanne durch Komponenten aus Metall, Keramik und Kunststoff. Häufigster Grund ist eine fortgeschrittene Coxarthrose, also Verschleiß des Hüftgelenks. Wie Bewegung schon vor einer Operation helfen kann, lesen Sie in unserem Beitrag zum Rehasport bei Arthrose in Kaufering.

Nach der OP läuft es meist in drei Stationen:

  • Krankenhaus: wenige Tage, die erste Mobilisation oft schon am OP-Tag
  • Anschlussheilbehandlung: rund drei Wochen ambulant oder stationär mit intensiver Physiotherapie
  • Rehasport: begleitet Sie danach über mehrere Monate zurück in den Alltag

Der Rehasport ersetzt weder Reha noch Physiotherapie. Er setzt dort an, wo die engmaschige Betreuung endet, die Kraft aber noch fehlt. In dieser Phase verlieren viele Betroffene ihre Fortschritte wieder, wenn niemand sie weiter begleitet. Der Start liegt in der Regel sechs bis zwölf Wochen nach der Operation, sobald Ihr Operateur grünes Licht gibt.

Der Weg zurück in drei Etappen

Etappe 1: die ersten sechs Wochen

Sicheres Gehen mit Unterarmgehstützen, Abschwellen, Narbenpflege und erste Anspannungsübungen ohne Bewegung stehen im Mittelpunkt. Wie viel Gewicht das operierte Bein tragen darf, legt der Operateur fest, abhängig von Verankerung und Knochenqualität.

Etappe 2: Woche sechs bis zwölf

Jetzt geht es an den gezielten Muskelaufbau. Die Gehstützen kommen nach und nach weg, das Gangbild wird geschult, die seitliche Hüftmuskulatur trainiert. In diesem Zeitraum steigen die meisten in den Rehasport ein.

Etappe 3: ab Woche zwölf

Aus „wieder können“ wird „wieder belastbar sein“: längere Spaziergänge, Treppen im Wechselschritt, Gleichgewicht auf weichem Untergrund, Einstieg ins dosierte Gerätetraining und zurück zu Hobbys.

Diese Bewegungen sind anfangs tabu

Solange die Gelenkkapsel noch nicht vollständig verheilt ist, kann die Prothese leichter auskugeln (Luxation). Je nach OP-Zugang gelten deshalb in den ersten Wochen meist diese Regeln:

  • Die Hüfte nicht über 90 Grad beugen: keine tiefen Sofas, keine niedrigen Autositze, nicht weit nach vorne bücken
  • Die Beine nicht übereinanderschlagen
  • Das operierte Bein nicht stark nach innen drehen
  • Nicht auf dem Standbein drehen, sondern mit kleinen Schritten umsetzen

Ob vorderer oder hinterer Zugang: Die Vorgaben unterscheiden sich. Verbindlich ist immer, was Ihr Operateur schriftlich festgelegt hat. Bringen Sie diese Angaben zum Erstgespräch mit, dann stimmen wir jede Übung darauf ab.

Der wichtigste Muskel nach der Hüft-OP

Ein Muskel entscheidet nach einer Hüft-TEP mehr über Ihren Alltag als jeder andere: der mittlere Gesäßmuskel (Musculus gluteus medius). Er hält beim Gehen das Becken gerade. Fehlt ihm die Kraft, sackt das Becken bei jedem Schritt zur anderen Seite ab. Mediziner nennen das Trendelenburg-Zeichen, im Alltag spricht man vom „Watschelgang“.

Muskelgruppe Aufgabe Bedeutung im Alltag
Mittlerer Gesäßmuskel Becken stabilisieren Gerades Gangbild ohne Hinken
Großer Gesäßmuskel Hüfte strecken Aufstehen, Treppen, längere Strecken
Oberschenkelvorderseite Knie strecken Aus dem Stuhl hochkommen, sicherer Stand
Rumpfmuskulatur Becken kontrollieren Gleichgewicht, weniger Sturzgefahr
Wade und Fuß Abrollen Flüssiger, ökonomischer Schritt

Wie Sie gezielt und ohne Überlastung Kraft zurückgewinnen, zeigen wir auch auf unserer Seite Muskulatur stärken.

So sieht das Training im Rehasport aus

Alle Übungen werden an Ihren Heilungsstand angepasst und in kleinen Gruppen unter Anleitung durchgeführt:

  • Mobilisation: Hüftbeugung im erlaubten Bereich, Becken kippen in Rückenlage, Ferse über die Unterlage schieben, Lendenwirbelsäule lockern
  • Kräftigung mit dem eigenen Körpergewicht: Bein seitlich abspreizen in Seitlage, Beckenheben in Rückenlage, Abspreizen im Stand mit Festhalten, Vorstufen der Standwaage an der Sprossenwand
  • Gang und Gleichgewicht: bewusstes Abrollen, Richtungswechsel, Treppentraining, Einbeinstand mit Halt, später Balancekissen. Warum Gleichgewichtstraining so wichtig für die Sturzvorbeugung ist, erklären wir im Beitrag Rehasport bei Schwindel in Kaufering
  • Ausdauer: Ergometer mit hoch eingestelltem Sattel, damit die Hüfte nicht zu stark gebeugt wird, später Walking und Nordic Walking
  • Dehnung: Hüftbeuger, Oberschenkelrückseite und Wade, kontrolliert und ohne Endpositionen

Gerätetraining: der Turbo für den Kraftaufbau

Die Gruppe legt das Fundament. Richtig zurück kommt die Kraft aber erst, wenn Widerstand und Bewegungsumfang exakt eingestellt und Schritt für Schritt gesteigert werden. Das geht nur an Geräten.

Klassischer Rehasport umfasst kein Gerätetraining. Im ZenDo können Sie es als vergünstigte Zusatzleistung direkt dazunehmen, ohne den Anbieter zu wechseln. Sie gehen nach der Gruppe einfach in die Trainingsfläche nebenan.

Bewährt nach einer Hüft-TEP:

  • Beinpresse mit begrenztem Bewegungsweg, damit die 90-Grad-Grenze eingehalten wird
  • Abduktorengerät für den mittleren Gesäßmuskel
  • Adduktorengerät erst später und mit kleinem Bewegungsumfang
  • Beinstrecker und Beinbeuger mit wenig Gewicht und vielen Wiederholungen
  • Rücken- und Rumpfgeräte für die Beckenkontrolle
  • Ruderzug und Oberkörpergeräte, um Haltung und Kraft aufzubauen, ohne die Hüfte zu belasten
  • Ergometer für gelenkschonende Ausdauer

Viele Prinzipien gelten auch beim Kniegelenk. Mehr dazu im Beitrag Rehasport nach Knie-TEP in Kaufering.

Sport mit Hüftprothese: was geht, was nicht

Empfehlenswert: Wandern auf ebenen bis leicht hügeligen Wegen (etwa entlang des Lechs), Radfahren mit hohem Sattel, Rücken- und Kraulschwimmen, Nordic Walking, Krafttraining an Geräten, Gymnastik, Tanzen, Golf.

Mit Vorsicht: Brustschwimmen wegen des Beinschlags meist erst ab etwa drei Monaten und mit sauberer Technik. Skifahren nur mit Erfahrung und auf leichten Pisten. Joggen wird individuell entschieden und ist eher die Ausnahme.

Eher meiden: Sportarten mit schnellen Richtungswechseln wie Fußball, Handball, Squash oder Tennis im Wettkampf, Kampfsport mit Körperkontakt, alles mit hohem Sturzrisiko.

Die Faustregel: Bewegung ist ausdrücklich erwünscht, denn eine kräftige Muskulatur schützt auch das Implantat. Vermeiden sollten Sie ruckartige Spitzenbelastungen und Stürze.

Wann Rehasport (noch) nicht der richtige Weg ist

  • Ohne Freigabe des Operateurs: Vorher gehört die Betreuung in physiotherapeutische Hände. Praktisch: Unsere Physiotherapie in Kaufering sitzt im selben Haus, der Übergang in den Rehasport läuft danach nahtlos.
  • Bei Bedarf an Einzelbetreuung: Wundheilungsstörungen, komplizierte Verläufe oder schwere Begleiterkrankungen sind zunächst ein Fall für die Physiotherapie.
  • Bei sehr unregelmäßiger Teilnahme: Spürbare Fortschritte brauchen mindestens zwei Termine pro Woche über mehrere Monate.
  • Wenn es schnell gehen soll: Muskeln, die über Jahre geschont wurden, brauchen realistisch sechs bis zwölf Monate.

Kosten und Verordnung

Rehabilitationssport ist eine ergänzende Leistung nach § 64 SGB IX. Ihr Haus- oder Facharzt stellt die Verordnung auf dem Formular 56 aus, üblich sind 50 Übungseinheiten innerhalb von 18 Monaten. Die Verordnung ist budgetneutral für den Arzt. Nach Genehmigung durch Ihre Krankenkasse trägt diese die Kosten vollständig, eine Zuzahlung fällt nicht an.

Weiterführende Infos:

Rehasport nach Hüft-TEP im ZenDo Kaufering

Im ZenDo Vital- und Gesundheitszentrum in der Kolpingstraße 54 in Kaufering begleiten wir Sie von der ersten Einheit nach der Reha bis zum selbstständigen Training. Auch aus Landsberg am Lech und dem Umland sind Sie schnell bei uns.

Das erwartet Sie:

  • Kleine Rehasportgruppen mit qualifizierten Übungsleitern
  • Physiotherapie im Haus, falls Sie vorab oder parallel Einzelbehandlung brauchen
  • Vergünstigtes Gerätetraining als Ergänzung zum Rehasport
  • Sauna und Salzgrotte zur Regeneration, mehr unter Erholung in Salzgrotte und Sauna
  • Lange Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 6:30 bis 22:00 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage 8:00 bis 19:00 Uhr
  • Nahtloser Übergang nach Ihren 50 Einheiten, mit denselben Trainern und ohne Anbieterwechsel

Vereinbaren Sie Ihr kostenfreies Erstgespräch unter 08191 9643-0 oder per E-Mail an info@zendo-kaufering.de. Bringen Sie einfach Ihre Verordnung und die Belastungsvorgaben Ihres Operateurs mit.

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Häufige Fragen zum Rehasport nach Hüft-TEP in Kaufering

Ab wann darf ich nach einer Hüft-TEP wieder Sport machen?

Leichte Bewegung beginnt schon im Krankenhaus. Der Rehasport startet meist sechs bis zwölf Wochen nach der OP mit Freigabe des Operateurs. Radfahren und Schwimmen sind je nach Wundheilung oft ab der sechsten bis achten Woche möglich, sportartspezifische Belastungen nach etwa drei bis sechs Monaten.

Wie viele Einheiten Rehasport bekomme ich?

In der Regel 50 Einheiten innerhalb von 18 Monaten. In besonderen Fällen sind längere Zeiträume möglich. Die Verordnung erfolgt auf dem Formular 56.

Kann ich mit Hüftprothese Fahrrad fahren?

Ja, Radfahren gehört zu den empfohlenen Sportarten. Stellen Sie den Sattel hoch genug ein, damit die Hüfte nicht über 90 Grad gebeugt wird, und starten Sie auf dem Ergometer, bevor Sie in den Straßenverkehr gehen.

Was kostet Rehasport nach Hüft-TEP im ZenDo?

Mit ärztlicher Verordnung und Genehmigung der Krankenkasse ist der Rehasport für Sie kostenfrei. Das ergänzende Gerätetraining können Sie vergünstigt dazubuchen.

Wie lange gilt das 90-Grad-Verbot?

Meist sechs bis zwölf Wochen, abhängig vom OP-Zugang. Maßgeblich ist allein die Vorgabe Ihres Operateurs.

Ist Rehasport auch für Patienten aus Landsberg möglich?

Ja. Die Verordnung gilt bei jedem anerkannten Rehasport-Anbieter, viele unserer Teilnehmer kommen aus Landsberg am Lech und den umliegenden Gemeinden.